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Der perfide Plan von Alex, einen Virus in das System einer Großbank einzuschleusen, gerät aufgrund eines Autounfalls ordentlich ins Wanken. Der Globalisierungsgegner erwacht nach zwei Tagen aus dem Koma, kann sich allerdings nicht daran erinnern, ob er den Virus zuvor aktivieren konnte. Und auch sonst scheinen wichtige Erinnerungen in seinem Kurzzeitgedächtnis zu fehlen. Wenn dann auch noch die Grenzen zwischen Realität und der eigenen Fantasie verschwimmen, wird es heikel und bildet den Auftakt zu einem spannenden Politthriller.

Lücke im System Trailer

Lücke im System – Der Film

Der Film

Zwei Idealisten kämpfen gegen den Kapitalismus

Die beiden Globalisierungsgegner Alex (Vincent Bonillo) und Fred (François Nadin) sind der festen Überzeugung, dass ein kapitalistisches System nur mit seinen eigenen Mitteln erfolgreich bekämpft werden kann. Die Lücke im System ist schnell gefunden. Ihr Plan: Eingeschleust in das Computernetzwerk einer Großbank sollte ein Virus den internationalen Zahlungsverkehr lahmlegen und somit den geplanten Weltwirtschaftsgipfel platzen lassen. Doch ihr Vorhaben gerät in Gefahr, als Alex am Vorabend ihres Coups in einen Autounfall gerät und ins Koma fällt.

Die Grenze zwischen Realität und Fiktion

Alex erwacht nach einem zweitägigen Koma, allerdings mit erheblichen Erinnerungslücken. Weder kann er sich die Frage erklären, ob er den Virus zuvor noch in das Computersystem der Bank einschleusen und aktivieren konnte, noch kann er seinen Freund Fred finden. Auf der Suche nach der Wahrheit und der fehlenden Erinnerung unterzieht sich Alex einer dubiosen Therapie. Doch diese sorgt keineswegs für das Verschwinden seiner Amnesie, sondern wirft vielmehr weitere Fragen auf. Alex gerät zunehmend in Bedrängnis und muss sich auf der Suche nach der Wahrheit mittlerweile auch mit den auf ihn angesetzten Detektiven der Großbank auseinandersetzen. Wenig hilfreich ist auch die Tatsache, dass sein Freund Fred spurlos verschwunden zu sein scheint und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion immer mehr miteinander verschwimmen.

Auf der Suche nach der Wahrheit

Sein fehlendes Kurzzeitgedächtnis bereitet Alex zunehmend weitere Schwierigkeiten. Mittlerweile ist ihm jedoch klar geworden, dass auch die Ärzte ihm keineswegs wohlgesonnen sind mit der Therapie, welche eigentlich seine Erinnerung zurückholen sollte. Überraschend erhält er in den Wirrungen des Geschehens Hilfe von seinem verschollenen Freund Fred und einer Ärztin, welche ebenfalls zu den Gegnern des kapitalistischen Systems gehört. Die gemeinsame Flucht endet jedoch abrupt an einem Schweizer Bergsee, wo sie von ihren Gegnern betäubt und anschließend mitsamt ihrem Fahrzeug in den eisigen Fluten versenkt werden.

Ein sehr realistischer Film


Trotz des Low-Budgets ist dem Schweizer Regisseur Romed Wyder mit „Lücke im System“ ein spannender Politthriller mit Horrorelementen gelungen. Einige Elemente des Films beruhen auf wahren Begebenheiten und der Zuschauer erlebt hautnah die verworrene Gefühlswelt von Alex mit. Puzzleartig verdichten sich in „Lücke im System“ die verschiedenen Hinweise zu einem Gesamtbild und ergeben ein erschreckendes Gesamtbild, wie sehr der Kapitalismus in unserer Gesellschaft verankert ist.